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ADHS-Medikamente für Erwachsene

ADHS-Medikamente für Erwachsene

Zur ADHS-Behandlung bei Erwachsenen sind in Deutschland Arzneimittel mit folgenden Wirkstoffen zugelassen:

 

  • Methylphenidat (MPH)
  • Lisdexamfetamin (LDX)
  • Atomoxetin (ATX)

 

Vor Beginn einer medikamentösen Therapie klärt der behandelnde Arzt* über die verschiedenen Medikamente auf, um eine gemeinsame Entscheidung mit dem Patienten zu treffen.

Vier offene Tablettenfläschchen mit verschiedenen bunten Pillen auf blauem Hintergrund. Die Tabletten über den Fläschchen bilden die Form eines Fragezeichens.

Wie wirken ADHS-Medikamente?

Medikamente können bei einer ADHS sinnvoll sein. So wirken ADHS-Medikamente:

 

  • Die Medikamente verändern das Zusammenspiel bestimmter Botenstoffe im Gehirn (Neurotransmitter).
  • Die Konzentration und Wirkdauer der Botenstoffe Dopamin und Noradenalin wird verändert.
  • Die Symptomatik einer ADHS wird in der Regel rasch reduziert.

 

Häufig wird eine medikamentöse ADHS-Therapie mit einer Psychotherapie kombiniert.

Ein Stapel gedruckter weißer Dokumente mit Logos und Text in Schwarz und Blau auf hellem Hintergrund.

Was ist eine Behandlungsleitlinie?

Medizinische Leitlinien haben die Aufgabe, Ärzte bei der Behandlung ihrer Patienten zu unterstützen. Sie geben auf der Grundlage von Studien Empfehlungen, wie bei einer bestimmten Erkrankung oder einem Störungsbild (z. B. eine ADHS) eine Diagnose gestellt und eine sinnvolle Behandlung ausgewählt werden kann. Sie sind jedoch rechtlich nicht bindend.

Die ADHS S3-Leitlinie

Zur Diagnose/Behandlung einer ADHS gibt es aktuell eine sogenannte S3-Leitlinie. Im Gegensatz zu bspw. einer S1-Leitlinie, die „nur“ einen informellen Konsens formuliert, hat eine S3-Leitlinie eine systematische Entwicklung durchlaufen (Logik-, Entscheidungs- und Outcome-Analyse, Bewertung der Relevanz wissenschaftlicher Studien und regelmäßige Überprüfung) und somit eine hohe Aussagekraft.

Wirkstoffe bei ADHS

Methylphenidat (MPH) – Mittel der 1. Wahl

Methylphenidat wird nach wie vor in den Behandlungsempfehlungen der S3-Leitlinie als Erstlinien-Therapie (erste Therapiewahl) bei einer ADHS im Erwachsenenalter empfohlen. Die Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in diversen Studien wissenschaftlich belegt.

Eine Person, die vor einem unscharfen Hintergrund eine violette und graue Kapsel zwischen ihren Fingern hält.
Abstraktes Bild mit überlappenden ovalen Formen in Hellgrau und Blau auf weißem Hintergrund.

Das Wirkprinzip von Methylphenidat

Der Animationsfilm zeigt, wie der Botenstoff Dopamin in den Synapsen des Gehirns freigesetzt wird und wie der Wirkstoff Methylphenidat hier ansetzt, um der niedrigen Dopamin-Konzentration bei einer ADHS entgegenzuwirken.

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Weitere Wirkstoffe bei ADHS

Atomoxetin & Lisdexamfetamin bei Erwachsenen

Neben Methylphenidat sind zwei weitere Wirkstoffe zur Behandlung einer ADHS bei Erwachsenen zugelassen.

Ein Apotheker im weißen Kittel greift in einer Apotheke nach einer Schachtel auf einem Regal.
Ein Arzt überreicht einem Patienten über einem Schreibtisch mit Unterlagen eine Blisterpackung mit Tabletten.

Was bewirken ADHS-Medikamente bei Erwachsenen?

Nach der Einnahme von ADHS-Medikamenten berichten viele Betroffene von einer deutlichen Besserung ihrer ADHS-Symptomatik innerhalb kurzer Zeit.

 

Positive Effekte sind in der Regel:

 

  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
  • bessere Kontrolle über das eigene Verhalten (z.B. geringere Impulsivität)
  • Verringerung von motorischer Hyperaktivität und innerer Unruhe

 

Häufig ist dies die notwendige Basis, um weiterführende Therapiemaßnahmen wie z.B. eine Psychotherapie überhaupt erst möglich zu machen.

Gut zu wissen:

Eine Studie belegt, dass die medikamentöse ADHS-Therapie bei Erwachsenen bessere Erfolge erzielt als reine Psychotherapie.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützte COMPAS-Studie verglich dabei die Gabe von Medikamenten mit und ohne Gruppenpsychotherapie gegenüber nicht medikamentösen Therapien.3

Illustration von Händen, die eine Flasche und gelbe Kapseln halten. Der Hintergrund ist mit abstrakten violetten und grünen Pinselstrichen versehen.

Medikamente bei einer ADHS –
Ja oder Nein?

Ob Medikamente zur Behandlung einer ADHS eingesetzt werden, ist eine sehr individuelle Entscheidung.

 

Fragen, die sich Betroffene stellen sollten, sind:

 

  • Wie stark empfinde ich den Leidensdruck durch die ADHS-Symptome?
  • Habe ich besondere Probleme im Alltag, die ich durch eine Verringerung der Symptome besser bewältigen könnte?

 

Wenn diese zentralen Themen durch eine medikamentöse Therapie angegangen werden, kann – in Absprache mit dem Arzt – die Entscheidung für eine medikamentöse Therapie fallen.

 

Eine zusätzliche Psychotherapie kann zudem eine gute Option sein, um langfristig bestimmte Strategien für den Alltag an die Hand zu bekommen.

ADHS-Medikamente am Arbeitsplatz

„Ich bin präsent und schweife nicht mehr ab.“

Drei Personen sitzen und lächeln während eines Meetings in einem hellen Büro.
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