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Hilfe bei ADHS: Impulsivität besser kontrollieren

Hilfe bei ADHS: Impulsivität besser kontrollieren

Eine ADHS kann zu Reizbarkeit, Ungeduld und heftigen Reaktionen bis hin zu Wutausbrüchen führen. Auch Impulskäufe und Kaufsucht kommen bei Menschen mit einer ADHS häufiger vor.

 

Hier finden Sie Hilfen und Tipps für den Alltag, um die eigenen Emotionen in den Griff zu bekommen und Impulsivität im Zaum zu halten.

SOS-Tipps bei Impulsivität

Ein Mann mit Kopfhörern liegt auf einer Steinplattform und lächelt mit geschlossenen Augen. Im Hintergrund sind Backsteingebäude zu sehen.

Impulsives Verhalten muss nicht immer mit einer ADHS zusammenhängen. Doch Erwachsenen mit einer ADHS fällt Impulskontrolle oft deutlich schwerer.

 

Diese SOS-Tipps helfen dabei, Impulsivität besser zu kontrollieren:

Dekorativer Hintergrund

DER MIND-BODY-CHECK

Auf die Stimmungsampel schauen

Wenn Sie in Gesprächen schnell die Geduld verlieren und heftig oder gar aggressiv reagieren, ist es wichtig, die Gefühle ein wenig mehr unter Kontrolle zu bringen. Hierbei kann der sogenannte „Mind-Body-Check“ helfen.

 

Machen Sie diese Übung einmal täglich – ein kurzer Moment genügt:

 

  1. Stellen Sie sich die Frage „Wie geht es mir im Moment? Wie fühle ich mich körperlich, aber auch seelisch?
  2. Stellen Sie sich hierauf eine Stimmungsampel vor und entscheiden Sie, welche Farbe sie anzeigt:

 

Grün: Alles ist im grünen Bereich. Sie fühlen sich gelassen und wohl, es geht Ihnen gut. Daran sollte nichts geändert werden – weiter so!

 

Gelb: Ihre Anspannung ist bedenklich erhöht – demnächst könnte es kritisch werden. Ergreifen Sie jetzt die richtigen Maßnahmen, um sich wieder wohlzufühlen.

 

Rot: Sie sind kurz davor, die Kontrolle zu verlieren. Setzen Sie jetzt Ihren Notfallplan in die Tat um.

 

  1. Je nachdem, auf welcher Farbe die Ampel steht, sollten Sie nun die passenden Maßnahmen ergreifen – diese finden sie im Folgenden beschrieben.

 

Ein Mann zeigt vier verschiedene Gesichtsausdrücke: lächelnd, stirnrunzelnd, nachdenklich und schreiend. Jedes Bild ist in verschiedenen Farben eingefärbt: grün, gelb, beige und rot.
Grüne Stimmungsampel

Es geht Ihnen gut und das ist gut so. Notieren Sie sich jetzt, was Ihnen guttut oder getan hat, um möglichst lange im Wohlfühl-Bereich zu bleiben.

 

Machen Sie sich Notizen zu Wohlfühl-Faktoren wie:

 

  1. Sportliche Aktivitäten (z.B. Sportart, Dauer etc.)
  2. Kreative Aktivitäten (z.B. Fotografieren, Malen)
  3. Freizeit-Aktivitäten (z. B. Besuch einer Ausstellung, Freunde treffen)

 

Tipp: Führen Sie die Liste zwischendurch fort, wenn Ihnen dazu etwas einfällt. Es gibt so einiges, was Ihnen ein gutes Gefühl verschaffen kann. Probieren Sie es aus!

 

Hier gibt es eine Vorlage für eine Wohlfühl-Liste zum Download.

Vier Schwarzweißbilder einer Person mit Brille, die jeweils unterschiedliche Emotionen zeigen: lächelnd (grün getönt), traurig, wütend und schreiend.
Gelbe Stimmungsampel

Ihre Stimmung wackelt und es könnte bald kritisch werden. Jetzt geht es darum, sich wieder in den Wohlfühl-Bereich zu versetzen und eine aufsteigende Überreaktion zu verhindern.

 

Werfen Sie einen Blick auf Ihre Wohlfühl-Liste und führen Sie eine Ihrer bevorzugten Aktivitäten aus.

 

Sport, Malen, Tanzen – suchen Sie das aus, was Ihnen jetzt guttut.

 

Hier gibt es die Wohlfühl-Liste zum Download.

 

 

Vier Bilder einer Person mit kurzen Haaren und Brille, die jeweils unterschiedliche Emotionen zeigen: Lächeln, Schmollen, Stirnrunzeln und Schreien. Die Bilder haben einen gelblichen Farbton.
Rote Stimmungsampel

Es herrscht Alarmstufe rot – schnelles Gegensteuern ist jetzt gefragt. Setzen Sie Ihre persönlichen Notfall-Maßnahmen bei Impulsivität in die Tat um.

 

Versuchen Sie, sich zu beruhigen und die Kontrolle wiederzugewinnen: 

  • Atmen Sie tief durch und zählen Sie langsam bis 10.
  • Ballen Sie eine Faust und lassen Sie sie langsam wieder los.
  • Verlassen Sie den Raum und gehen Sie eine Runde um den Block.
  • Machen Sie eine Entspannungsübung.

 

Dies sind nur Anregungen. Versuchen Sie herauszufinden, was Ihnen persönlich hilft, um zur Ruhe zu kommen. Auch die SOS-Tipps bei Impulsivität können dabei helfen.

 

Wichtig: Wenn eine bestimmte Maßnahme funktioniert, notieren Sie sich in Ihrem persönlichen Notfallplan! Wenn Ihre Stimmung an einem Tiefpunkt ist, können Sie dort nachschauen und sich Ideen für Gegenmaßnahmen holen.

 

Hier gibt es den Notfall-Plan bei Kontrollverlust zum Ausdrucken und Ausfüllen.

Eine Frau mit Brille zeigt vier Emotionen: Lächeln, Schmollen, Stirnrunzeln und Schreien.

Hilfe bei Impulskäufen und/oder Kaufsucht

Eine Person hält einen Brief mit dem Titel „Mahnung“, der oben teilweise sichtbar ist.

Impulskäufe und Kaufsucht sind bei Erwachsenen mit einer ADHS häufiger. Das kann ernsthafte Auswirkungen auf die Finanzen, Familie und Partnerschaften haben.

 

Wichtig: Sollten Sie das Gefühl haben, kaufsüchtig zu sein, kann eine Psychotherapie der richtige Weg sein.

 

Diese Maßnahmen helfen gegen Impulskäufe:

Achtsamkeitsübungen bei ADHS und Impulsivität

Ziel von Achtsamkeitsübungen ist es, mit der Aufmerksamkeit ganz bei einer Sache zu bleiben. Mit der Zeit kann man es so schaffen, automatisierte Handlungen zu stoppen und ADHS-Symptome wie beispielsweise Impulsivität besser zu kontrollieren.

Eine Hand hält an einem sonnigen Tag einen Weizenhalm auf einem Feld.

Psychoedukations-Broschüre

ADHS im Erwachsenenalter // Impulsivität

Die Broschüre gibt einen kurzen Einblick über die Auswirkungen von Impulsivität im Alltag. Zudem präsentiert sie verschiedene Behandlungsansätze bei einer ADHS.

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Broschüre auf violettem Hintergrund mit einem telefonierenden Mann mit Brille und Beanie. Der Text lautet „ADHS-Impulsivität: Unser Weg – Unser Impuls“.
Dekorativer Hintergrund

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